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STRASSENBAHNMUSEUMSKJOLDENÆSHOLM
30. Juli 2004
Neuer Fund aus der jüngeren Eisenzeit
   

Mit sehr kurzer Vorlaufzeit erhielt das Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm das Angebot, einige der ältesten Kopenhagener Straßenbahnschienen zu erwerben, um sie später im Museum wieder einzubauen.

Es handelt sich dabei um Schienen, die bei der Verschönerung der Umgebung vor der ehemaligen Nørrebro Remise, heute "Nørrebrohallen", entfernt werden sollten. Die ältesten nun ausgegrabenen Schienen stammen von Phönix, gewalzt 1899.

Die Schienen vor der Nørrebro Remise sind von den ersten elektrischen Straßenbahnen in Kopenhagen befahren worden, und auch die letzten Wagen fuhren hier im April 1972, als Nørrebro Remise als letzte Straßenbahnremise in Dänemark schloss.

Am Dienstag Abend, dem 27. Juli, erhielten Mitarbeiter des Museums die Nachricht, das die Gleise, die der Nørrebrogade am dichtesten liegen, entfernt werden sollten.

Am Mittwoch Vormittag konnte ein Treffen mit der für die Arbeiten zuständigen Verwaltung arrangiert werden. Hier wurde abgesprochen, dass wir die Schienen übernehmen könnten, wenn sie bis zum 2. August, dem folgenden Montag Morgen weg wären. Das war wirklich ein kurzer Zeitraum!

Schnell konnten verschiedene Mitarbeiter, wie Renter und andere, die sich einen freien Tag nehmen konnten, alarmiert werden, und so begannen am Donnerstag Morgen die Arbeiten mit Ausgraben und Schneidbrennen, um die Weichen und Schienen in "transportable" Stücke zu bringen. Auch hier wurde alles markiert, um das schwere Puzzle wieder zusammensetzen zu können. Am Abend fuhr der erste Lastwagen.

Nach Plan wurde am Freitag und Sonnabend weitergearbeitet, so dass der Platz wie abgesprochen geräumt wurde. Die Weichen und Schienen haben eine für das Museum geeignete Geometrie, und werden zukünftig als Ersatz oder für eine Erweiterung der Gleisanlagen genutzt werden.