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STRASSENBAHNMUSEUMSKJOLDENÆSHOLM
1. Juli 2004    
Neues vom 890 in Holbæk    

Ein Meilenstein ist geschafft!

Das erste große Teil von KS 890 - das Mittelgelenk - ist jetzt im Straßenbahnmuseum.

Das Mittelgelenk ist von außen vollständig fertiggemalt: oben ein graues Dach, ein weißer Streifen wo vorne und hinten die Fenster sind und darunter das typische Kopenhagener Straßenbahngelb. Von innen und unten ist es grau gemalt, aber hier wird die Farbe nicht zu sehen sein, wenn der Wagen fertig ist. Ein schönes und professionelles Stück Karosserie- und Lackierarbeit von Vestsjællands Lokalbaner in Holbæk.


Auch die vordere Wagenhälfte, das A-Teil, ist von außen praktisch fertiggemalt. Von innen fehlt noch die Lackierung der Fenstersäulen und anderes. In Kürze wird der Fußboden eingebaut und die Öffnungen für die Wartungsklappen hineingeschnitten. Es fehlt nicht mehr viel an dieser Wagenhälfte, aber die Mitarbeiter in Holbæk haben nun ihre verdienten Sommerferien. Im August soll dann das A-Teil zum Straßenbahnmuseum transportiert werden.

Im Museum bereitet man sich derweil auf die Ankunft des A-Teils vor. Der aus Düsseldorf für ein Euro gekaufte Düwag-Gelenkwagen, RBG 2415, wurde am 10. Juni von seinen Drehgestellen abgehoben und neben den Gleisen abgesetzt. Die Drehgestelle sind nach einer Grundreinigung bereit für die Lackierung in Kopenhagener Grau. Die Drehgestelle sind im Prinzip baugleich mit den an die KS gelieferten Gestellen, einen kleinen Unterschied gibt es allerdings bei der Aufhängung der Schienenbremsen. Die Radsätze haben ganz neue Bandagen und sind in einem sehr guten Zustand.

Als nächstes sollen zwei Drehkränze renoviert werden und am Mittelgelenk montiert werden. Dieses erhält dann auch den schwarzen flexiblen Gummibalg, der bisher im meterspurigen Gelenkwagen MVG 255 aus Mülheim eingebaut war. Wenn das A-Teil dann im Museum eintrifft, wird das Mittelgelenk in das Ende vom A-Teil eingesetzt und mit dem einen Drehkranz verschraubt, der zweite ist für das B-Teil vorgesehen. Danach wird der Wagenkasten und das Mittelgelenk auf das vordere Antriebsgestell und das mittlere Laufgestell abgesetzt. Vorher müssen noch einige weitere größere Einzelteile montiert werden, darunter ein weiterer Drehkranz für das Antriebsgestell.

Es wird noch spannend im August. Der Wagenkasten sieht aus wie neugebaut, wie damals in der Hauptwerkstatt von Københavns Sporveje (1966), mit ganz glatten Seitenwänden und glänzender Lackierung!

Auch mit dem B-Teil geht es voran, auch wenn derzeit noch Sommerferien sind. Für das stark verzogene und durchlöcherte Dach werden jetzt Möglichkeiten zur Reparatur gesucht. Einige Bleche werden ausgestauscht, um zukünftige Korrosionsschäden zu vermeiden und die vielen kleinen und großen Beulen und Unebenheiten der Kollisionen in Alexandria zu beseitigen. Auch das B-Teil soll einmal so gerade gerichtet und schön anzusehen sein wie das A-Teil.