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STRASSENBAHNMUSEUMSKJOLDENÆSHOLM

7. April 2004

Neues vom 890 in Holbæk

Die vordere Wagenhälfte, auch A-Teil genannt, hat eine vor Rost schützende Grundierung erhalten, von drinnen zusätzlich eine geräuschdämmende und brandhemmende Bemalung unterhalb der Fensterkante. Auch der Einbau der Fußbodenplatten ist angefangen. Anschließend folgt auch hier eine geräuschdämmende und brandhemmende Bemalung und eine Behandlung der Fenstersprossen, um die hier typische rauhe Oberfläche zu erhalten, die dann in dem Farbton "RAL 1015 Hellelfenbein" lackiert werden.

    

Außenlackierung: Der Wagen hat zunächst eine Grundierung ("Armeegrün") erhalten, dann wird er gespachtelt und geschliffen und an einigen Stellen nachbehandelt. Auf dem Dach wird eine Geräuschdämpfung aufgetragen, wo der Trolleybock montiert werden soll. Früher hat es hier eine Gummilage gegeben. Danach erhält der Wagen eine weitere Grundierung und dreimal Zweikomponentenfarbe, nämlich grau auf dem Dach bis an die Regenrinne, darunter bis zur Fensterunterkante weiß und dann die typische Kopenhagener gelbe Farbe. Farbmuster aller drei Farbtöne dieses Lieferanten sind vom Straßenbahnmuseum akzeptiert worden. Der Wagenkasten unterhalb des Fußbodens und die Trittkästen sind in demselben grauen Farbton wie das Dach gehalten.

Das Gelenkportal ist von allen Farbschichten, Rost und viel Dreck befreit. An beiden Seiten sind kleinere Blechabschnitte ausgetauscht etwa 30 cm von der Unterkante bis in Höhe Fensterunterkante. Auch das Portal wird in der Malerwerkstatt so behandelt wie der vordere Wagenkasten. Der Drehkranz ist für Aufarbeitung oder Austausch demontiert.

    

Der hintere Wagenkasten, auch B-Teil genannt: Am Dach wurden viele Schichten Farbe und Spachtelmasse entfernt. Dabei wurden leider viele kleine Löcher, aufgeschweißte Flicken, Unebenheiten und Anderes gefunden. Viel Arbeit ist mit der Reparatur der Dachkonstruktionen verbunden. Das Wagenheck ist einige Zentimeter abgesackt, vermutlich nach irgendwelchen Kollisionen, zwei der Türpfosten sind gerissen und tragen nichts mehr. (Wer weiß, ob die Ägypter das je entdeckt haben, die Schäden lagen unter einer dicken Schicht Farbe und Spachtelmasse!) Als Reserveteil soll das B-Teil des meterspurigen Wagens MVG 255, der 2002 aus Mülheim beschafft wurde, baldmöglichst nach Holbæk transportiert werden, um hier brauchbare Profile und andere Teile entnehmen zu können. Im Museum ist MVG 255 bereits am Gelenk getrennt worden.

Der vordere Teil eines Duisburger Wagens, der mit seinen originalen Düwag-Profilen zur Restaurierung des A-Teils von KS 890 benutzt wurde, wird nun verschrottet, nachdem alle brauchbaren Teile demontiert wurden.

Die Zierleisten sind ein Problem. Es gibt keinen Lieferanten für die alte Sorte, jetzt suchen wir nach Alternativen.

Nun planen wir den Transport des fertiggemalten A-Teils und des Gelenkportals zum Museum, darunter eine für die Fahrzeughöhe passende Fahrtroute, und den Zusammenbau der Teile mit Drehkränzen und dem Jakobsdrehgestell und anschließend auch dem anderen Drehgestell. Die Wagen RBG 2401 und 2415 konnten in Düsseldorf beschafft werden, und bevor der A-Teil von KS 890 zum Museum kommt, sollen die Drehgestelle von 2401 oder 2415 für die Verwendung unter dem 890 vorbereitet werden, bis die eigenen Drehgestelle mit neuen Bandagen aufgearbeitet sind. Im Museum sind auch schon viele der inneren Deckenplatten mit brauner Seife gereinigt worden. Druckknöpfe und andere Teile sollen nach alten Mustern neu beschafft werden.

Sobald das A-Teil von 890 im Straßenbahnmuseum ankommt, werden wir hier auf der Internetseite auch neue Bilder vom fertiglackierten Wagen zeigen, allerdings können wir noch nicht sagen, wann die Arbeiten fertig sind.