Neuheiten         
STRASSENBAHNMUSEUMSKJOLDENÆSHOLM
28. Oktober 2003
Neues vom 890 in Holbæk

Es geht voran mit dem Wagen.

Der große I-Profilträger, der zuvor längs durch den Wagenkasten lag, um eine Grundlage für alle Richtarbeiten zu haben, ist nun entfernt. Alle weiteren Versteifungen sind ebenfalls entfernt, damit ist der vordere Wagenkasten fertig gerichtet.

Der Trittkasten der Vordertür ist soweit fertig, dass jetzt nur noch die Montage der Türen abgewartet werden muss, um die letzten Anpassungsarbeiten durchführen zu können. Türantrieb und Türen kommen aus unserem Lager, doch leider müssen die Türen ein Stück vergrößert werden: die Türen in Kopenhagen waren höher als in Deutschland üblich.

    

Der Trittkasten für Tür 2 ist ebenfalls in Arbeit. Alle Seitenbleche sind montiert, aber die Schürzen und kleine Anpassungen müssen noch ausgeführt werden.

Vorne fehlen noch die farbigen Linienlaternen, ansonsten ist der Wagen hier fertig. Das Dach ist ebenfalls fertig gerichtet und am Gelenk etwas ausgebeult.


Eine außerordentlich aufwändige und umfassende Restaurierungsarbeit wurde von der Werkstatt von Vestsjællands Lokalbaner in Holbæk ausgeführt. Mit vielen Arbeitsstunden wurde ein Wagen geschaffen, auf den wir alle stolz sein können. Es fehlen noch einige Arbeiten, bis der Wagenkasten ganz fertig ist, wie z.B. der Fußboden, der aus Holzplatten mit einem Gummibelag besteht, sowie die innere Konservierung und außen das Spachteln und Lackieren des Wagenkastens. Die gesamte Elektroinstallation (600 V und 24 V) soll so wiederhergestellt werden, wie sie war, als der Wagen nach Alexandria ging, und die Innenausstattung mit Dach, Seitenverkleidung und Sitzen fehlt noch, ebenso Fahrer- und Schaffnerplatz. Es gibt noch einiges zutun, sowohl in der Werkstatt in Holbæk wie auch in unserer eigenen im Museum.

Wir haben erwartet, dass das ganze Projekt um KS 890 teuer wird, doch vermutlich wird es noch teurer als ursprünglich angenommen. Mit der Restaurierung des vorderen Wagenteils konnten wertvolle Erfahrungen gewonnen werden, die für das hintere Wagenteil genutzt werden können. Dennoch wird auch das teurer werden, wenn auch nicht so teuer wie das vordere.

Wie die Antriebsdrehgestelle und das Laufgestell restauriert werden sollen, steht noch nicht fest, doch auch hier werden verschiedene Möglichkeiten zur Kostenreduzierung betrachtet.