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STRASSENBAHNMUSEUMSKJOLDENÆSHOLM

12. Februar 2003
Neues vom 890 in Holbæk

Große I-Träger liegen nun im vorderen Ende quer und von vorne bis hinten längs im Wagenkasten, um die Verformungen im Rahmen messen zu können. Hiernach können die eigentlichen Richtarbeiten am Wagenkasten beginnen.


 

Der Bodenrahmen des Wagen ist in einem sehr guten Zustand, so dass hierauf aufgebaut werden kann. Nach Unfällen wurden verschiedene Träger in Alexandria mit irgendwelchen gerade vorhandenen und irgendwie passend erscheinenden Stahlprofilen ersetzt. Diese werden nun durch stabile und originale Düwag-Profile ersetzt. Insbesondere werden alle Schweißnähte nach modernstem Standard ausgeführt.

Bereits seit Februar 2001 befinden sich zwei Wagenkästen (ohne Drehgestelle, aber teilweise mit Innenausstattung) eines Düwag-Gelenkwagens, und ein dritter leererWagenkasten im Straßenbahnmuseum. Diese stammen ursprünglich aus Duisburg, wurden aber über Dessau nach Norrköping verkauft, von wo wir die Wagenkästen übernehmen konnten.

Der leere Wagenkasten wurde nun zur Werkstatt nach Holbæk transportiert, damit dort für KS 890 benötigte Ersatzteile entnommen werden können.

Auf diese Weise können wir brauchbare, originale Düwag-Profile erhalten, die anders nicht zu beschaffen wären, so viele Jahre nachdem die Produktion dieser Fahrzeuge aufhörte.

 

Für die zwei zum Museum transportierten Drehgestelle und das in Holbæk verbleibende, sind nun 12 neue Radreifen durch den Straßenbahnbetrieb in Norrköping in Südafrika bestellt worden. In Norrköping werden dann auch die gummigefederten Radsätze vom Typ BO 54 neu bereift.

Zur Zeit wird mit Voith Turbo a/s verhandelt, ob die vorhandenen Achsgetriebe repariert werden können, oder ob diese durch andere brauchbare ersetzt werden müssen.

 

Die Zerlegung der Drehgestelle, d.h. Entfernen der Motoren, Getriebe und Achsen, Schienenbremsen usw. wirdim Straßenbahnmuseum von den dortigen Mitarbeitern durchgeführt. Die Drehgestellrahmen sollen anschließend gesandstrahlt werden, um unter Dreck und Farbe mögliche Risse und schlechte Schweißnähte zu finden. Schon jetzt ist klar, dass die Schweißer in Alexandria sich wirklich bemüht haben, doch einige Nähte sehen mehr aus wie "Möwenschiss" als eine Schweißnaht.