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STRASSENBAHNMUSEUMSKJOLDENÆSHOLM
19. Juli 2002
Rheinbahn 2412

Ende des Jahres 1957 und Anfang 1958 setzte die Kopenhagener Straßenbahn (Københavns Sporveje) zwei moderne Straßenbahnwagen als Erprobung für eine Erneuerung des Wagenparks ein.

 

Von Dezember 1957 bis Februar 1958 erprobte man den modernen sechsachsigen Gelenkwagen 2412 der Rheinischen Bahngesellschaft in Düsseldorf und von Februar bis März 1958 erprobte man den modernen vierachsigen PCC-Wagen 3060 der Hamburger Hochbahn.

Als Ergebnis dieser Erprobung entschied man sich für den Gelenkwagen und von 1960 bis 1968 wurden insgesamt 100 Wagen mit dem Spitznamen 'Fräulein Düsseldorf' an Københavns Sporveje abgeliefert.

Schon lange Zeit bestand der Wunsch im Verein Sporvejshistorisk Selskab irgendwann einmal den Probewagen 2412 für einen Museumsbetrieb im Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm zu erwerben, aber bisher wurde der Wagen noch im täglichen Verkehr in Düsseldorf benötigt.

Bei einem Besuch bei der Rheinbahn in Düsseldorf im Juni 2002 gelang es dann, eine Übereinstimmung zu treffen, dass man der 45-jährige Wagen freigeben könnte. Nach einigen durch die Düsseldorfer Hauptwerkstatt ausgeführten Kleinreparaturen und einer Lackausbesserung in den ursprünglichen Farben ist der Wagen am Donnerstag, dem 25. Juli an den Verein Sporvejshistorisk Selskab übertragen worden und am selben Tag auf einen Tieflader in Richtung Dänemark verladen worden, wo er am Freitag Vormittag, dem 26. Juli ankam.

Die erste Probefahrt konnte zu völliger Zufriedenheit am 26. Juli 2002 um 12.10 Uhr durchgeführt werden.

Bereits am Sonnabend, dem 27. Juli wurde der Wagen im Fahrbetrieb im Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm eingesezt, wo er nun zusammen mit dem aus Alexandria zurückgeholten früheren Kopenhagener Gelenkwagen 815 erlebt werden kann.

 

Desweiteren ist auch der andere Probestraßenbahnwagen, der PCC-Wagen 3060, derzeit im Straßenbahnmuseum, ausliehen von den Museumsbahnen Schönberger Strand bei Kiel. Damit ist es nun möglich beide Probewagen im direkten Vergleich zu erleben, was damals in Kopenhagen nicht möglich war.

Die Ankunft von 2412